Klasse denken – Philosophiekurse der Oberstufe zu Gast bei der phil.cologne

Geschrieben am 22. Juni 2017 von Heide Oskierski

Wer will 400 Jahre alt werden? Wer bin ich eigentlich? Was ist der Mensch? – Fragen wie diese beschäftigen die Philosophie seit jeher und erfahren angesichts derzeitiger technologischer Entwicklungen und Möglichkeiten eine neuerliche Betrachtung. Grund genug für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenkurse Philosophie, sich im Rahmen der phil.cologne ausführlich mit damit verbundenen Herausforderungen und Problemen auseinanderzusetzen. Ob es um die Fantasie biologischer Unsterblichkeit oder die Verschmelzung intelligenter Maschinen mit dem Menschen ging: Das Angebot zur gemeinsamen Diskussion mit Fachkundigen aus Wissenschaft, Medien und Kultur wurde in den vergangenen Tagen intensiv wahrgenommen und eröffnete auch außerhalb des Klassenzimmers neue Perspektiven und Denkanstöße.

Nina Hackenberg und Melisa Evran erlebten den Besuch bei der phil.cologne so…

Philosophie hautnah: Exkursion der Q1 – Philosophie Kurse im Rahmen der phil.cologne 2017

Anlässlich der fünften phil.cologne, dem internationalen Festival der Philosophie, nahmen wir, zwei Philosophiegrundkurse der Q1, am Freitag, den 9. Juni 2017 unter der Leitung von Frau Oskierski an der Veranstaltung „KLASSE DENKEN: Wer will 400 Jahre alt werden?“ teil. Der Besuch der Veranstaltung knüpfte an das zentrale philosophische Thema der Metaphysik (Was darf ich hoffen?) an und verband somit die Veranstaltung mit dem Unterrichtsthema. Nach der gemeinsamen Anreise von der Schule aus und einem kurzen Fußmarsch durch den Regen erreichten wir das Comedia Theater, welches sich in der Nähe des Chlodwigplatzes befindet. Nach kurzer Wartezeit begann auch schon die Veranstaltung, welche von Jürgen Wiebicke und Sebastian Knell (Uni Bonn) geleitet wurde.
Die beiden Leiter der Veranstaltung leiteten geschickt von dem einen Gedanken zu dem anderen, doch zunächst einmal stellten sie uns die Frage, ob wir unsterblich werden wollen würden, und fragten uns Schüler nach unserer Meinung. Des Weiteren wollten sie – aufgrund neuester biochemischer Entdeckungen zur Verlängerung der Lebenserwartung – wissen, ob wir länger leben wollen würden. Danach folgten einige Argumente des Publikums zu einem Gedankenexperiment, bei dem man nach dem Verzehr eines Wassers unsterblich würde: so wurde sich zum Beispiel positiv geäußert, dass man das „Unsterblichkeits-Wasser“ trinken würde aufgrund der Neugierde über die Zukunft der Welt, andererseits gab es jedoch auch ablehnende Äußerungen, wie zum Beispiel, dass die Einsamkeit einen einhole – ein sehr nostalgischer Blick, den die beiden Experten am Ende der Veranstaltung als sehr bemerkenswert und emotional hervorhoben.

Danach regten sie an, das Menschen- und Weltbild hinter den Überlegungen zu bedenken und reflektierten die Bedeutung des Todes für den Menschen. Dies kontrastierten sie mit dem Gedanken verschiedener Religionen und ihren Vorstellungen zum Leben und Tod.

Richtig kompliziert wurde es, als die beiden Experten den Gesprächsschwerpunkt darauf lenkten, wie sich die Gedanken hinsichtlich eines Wunsches und tatsächlichem Strebens nach Unsterblichkeit mit dem Glauben an einen Schöpfer verhalten bzw. sich damit vereinbaren lassen.

Unser Fazit: Es waren interessante Gedankengänge zu beobachten, sowohl von Seiten der Schüler als auch von den beiden Leitern. Es war alles in allem eine facettenreiche Veranstaltung, welche uns noch einmal verdeutlichte, dass es viele gewichtige Probleme in unserer Welt gibt, die gelöst werden müssen – wenn es überhaupt möglich ist! Unserer Meinung nach hat sich dieser Besuch gelohnt aufgrund der Mischung aus Philosophie, des Alltagsbezugs und einfach aus Gründen der Menschlichkeit.

geschrieben von Nina Hackenberg und Melisa Evran

 

 

 

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