Frühlings Erwachen am Herder

Geschrieben am 5. Mai 2012 von Exauce Nkiwansosila Nestor

„Ja, ist denn schon wieder Frühling?“ werden sich viele Herderianer, Schüler, Eltern und Lehrer in den letzten Tagen gefragt haben. Und das lag nicht unbedingt am vermehrten Pollenflugaufkommen, denn auch das alljährliche Frühlingskonzert des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums lag in der Luft. Und viele ließen sich von der Mund-zu-Mund-Propaganda, vom Infoschreiben auf der Homepage oder natürlich vom Plakat, das liebevoll vom WP-II-Kurs von Herrn Kessens gestaltet wurde, gestern Abend in die Aula locken. Und sie bereuten ihr Kommen sicher nicht. Denn wie häufig wurden sie nicht nur von einem breitem Spektrum ansprechender Musik und Darstellung unterhalten, sondern auch vom Moderatorinnen-Duo Caroline Heinlein und Pauline Boos, das sichtlich Freude und Harmonie ausstrahlte, charmant durch den Abend geführt.

Fotos: Anton Ennen

Die Gäste durften sich von zahlreichen Musikern von jung bis alt (Entschuldigung, lieber Herbert Meißner) unterhalten lassen und trafen dabei auf altbewährte Formationen, aber eben auch auf viel Neues, wie das beeindruckende Zusammenspiel von Junior Band und Streichorchester unter Leitung von Vivian Samuel sowie David Floer und Raphael Endenich bewies. Choreographisches, wie die junge Herder-Tanz-AG, Experimentelles, wie Leon Scharwächters Live-Elektro-Arrangement, oder auch die ungewohnten tiefen Melodielinien des Bass-Cello-Duetts Marie Benninghoven und Carla van der Minde wussten zu beeindrucken.

Dass eine bemerkenswerte Vanest Fahmi Abas als Gesangsstern bald von jüngeren Sängerinnen gesunde Konkurrenz erfahren wird, wurde ebenso erkennbar wie die Tatsache, wie breit das musikalische Angebot am Herder im Bereich der Blasinstrumente ist. Besonders anspruchsvoll war das Stück aus Vivaldis Konzert für Flöte in F-Dur, das von Mira Schultze-Rhonhof gespielt und von Herrn Reich und Herrn Floer an Cembalo und Cello begleitet wurde. Aber auch der Flügel wurde dank Florian Triller und Jan Panhuysen nicht vernachlässigt, wie es auch die Schulband Fat Cat noch krachen ließ. Besonders tat sich wohl insgesamt Jonas Grätzer hervor, der an nicht weniger als fünf Beiträgen mit unterschiedlichen Schlaginstrumenten beteiligt war.

Zwei besondere Highlights gab es dann dramaturgisch perfekt inszeniert vor der Pause und am Ende des Musikabends: Zunächst durften die Besucher zwei brandneue Lieder aus dem kommenden Schulmusical „Leben ohne Chris“ quasi als Appetizer vor der Premiere am 26.10.2012 erleben, und schließlich spielte die Big Band im Finale drei Stücke samt Zugabe „La Bamba“ – wohl leider ein letztes Mal im Frühlingskonzert unter der Leitung von Vivian Samuel.

So freuen wir uns als Schulgemeinde schon jetzt auf den nächsten Frühling. Und die Zeit bis dahin versüßen uns weitere musikalisch-künstlerische Großveranstaltungen wie die Buchheimer Kulturtage und die Aufführungen des Zirkus Konfetti vor dem Sommer sowie schließlich das Schulmusical im Herbst. Und dann ist ja schon wieder Weihnachten…