Romfahrt 2013

Geschrieben am 5. November 2013 von Diyar Duezguenkaya

Die Abschlussfahrt nach Rom am Ende eines 5-jährigen Lateinlehrgangs ist am Herder mittlerweile eine schöne Tradition. So machten sich vom 14.-18.7.2013 wieder 25 Schüler mit Herrn Schwemer und Herrn Wehner auf den Weg, sich vor Ort anzuschauen, wovon sie in den letzten 5 Jahren nur gelesen hatten oder was sie nur von Bildern kannten.

Am Flughafen Köln/Bonn sollte es losgehen. Alle Schüler waren am späten Nachmittag pünktlich da (erstes Durchatmen der beiden Lehrer!) und wir konnten boarden. Nachdem wir in Rom gelandet waren, nahmen wir den Zug zu unserer neben dem Vatikan gelegenen Unterkunft. Es war schon dunkel und wir konnten die Kuppel des Petersdoms erleuchtet in der Nacht strahlen sehen.

Am nächsten Tag mussten die etwas verdutzten Schüler feststellen, das der Satz „Wir zeigen euch alles, was man in Rom gesehen haben sollte“ von den Lehrern durchaus ernst gemeint war. Es ging mit dem historischen Fahrstuhl 2000 Jahre in die Vergangenheit. Das klassische Rom um Forum Romanum, Capitol, Kaiserforen, Colosseum, Circus Maximus und Palatin stand auf dem Programm. Die Sonne in Rom ist im Juli unerbittlich und es war heiß, wirklich – sehr – heiß. Es wurden viele Kilometer gelaufen, viele Liter geschwitzt und getrunken und zwei Lateinlehrer mehr oder weniger im Stillen sehr leidenschaftlich verflucht. Die Schüler haben aber die extreme Hitze und alle Anstrengungen wirklich tapfer ausgehalten. Ein Riesenkompliment!

Den darauf folgenden Tag haben wir mit weiteren monumentalen Bauwerken verbracht, die hier nicht alle aufgezählt werden sollen. Wer es genau wissen will, soll doch selber hinfahren!

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Am Mittwoch – unserem letzten kompletten Tag in Rom – sind wir auf unserer Seite des Tibers geblieben, quasi rechtsrheinisch. Der Petersdom samt seiner Kuppel und die Engelsburg wurden von uns erklommen. Danach ging es doch nochmal auf die andere Tiberseite und wir haben nach der Besichtigung der Ara Pacis und des Pantheon oberhalb der Piazza del Populo auf dem Pincio unsere wohlverdiente Mittagspause gemacht.

Wenn man hört, was wir alles gesehen haben, könnte man glauben, Rom wäre nur eine Stadt mit vielen alten Gebäuden und Monumenten, fast wie ein überdimensioniertes Freilichtmuseum. Aber es ist mehr als das: Rom ist auch ganz viel Lebensgefühl und Atmosphäre. Und die haben wir natürlich auch versucht einzufangen. Beim Werfen der Münze in den Trevi-Brunnen als Versprechen, wiederzukommen, und beim Flanieren über die wunderschöne Piazza Navona.

Abends haben wir dann beim gemeinsamen Pizzaessen in der Nähe des Petersdoms den Tag und die Fahrt ausklingen lassen.

Am nächsten Tag wurden die Koffer gepackt und nach einem letzten Spaziergang auf eigene Faust ging es schließlich wieder zum Flughafen und zurück nach Köln. Dort angekommen waren nicht nur alle Schüler immer noch da, sondern auch alle Koffer sind zurückgekommen (letztes Durchatmen der beiden Lehrer)!

Was haben die Schüler gelernt?

  • dass die ganzen Sachen aus dem Lateinbuch wirklich existierten!
  • hoffentlich ganz viele Dinge über die Geschichte und die Architektur Roms
  • wie gut italienisches Eis schmeckt
  • wie praktisch öffentliche Trinkbrunnen bei Bullenhitze sind
  • wie schön ein Sonnenuntergang vom Gianicolo ist
  • wie man ein Busticket auf italienisch kauft
  • dass man immer noch weiter laufen kann, auch wenn man denkt, dass es nicht mehr geht.

Was ist geblieben? Neben Sonnenbrand und müden Füßen hoffentlich viele schöne Erinnerungen und die Lust, irgendwann einmal in diese faszinierende Stadt zurückzukehren.