Musik im Treppenhaus

Geschrieben am 6. Juli 2019 von Heiko Reich

Wer sich in den letzten beiden Wochen des zu Ende gehenden Schuljahres gewundert hat, warum im Treppenhaus des B-Traktes klassische Musik gespielt wurde, hat damit bereits das erste Ziel des Projekts „Musik im Treppenhaus“ erfüllt. „Verwunderung ist der Anfang des Begreifens“, sagte Spaniens bedeutender Philosoph José Ortega y Gasset. Es ist ein bisschen wie bei John Cages Meisterwerk 4’33“ (bei dem über genau diese Zeit kein einziger Ton erklingt), dass der künstlerische Wert auch in der Reaktion des Publikums besteht.

Es war herrlich zu sehen, wie unterschiedlich die Musik aufgenommen wurde: Die meisten nahmen sie gar nicht wahr, einige lauschten auf, gingen aber weiter. Andere wunderten sich (!) und suchten nach Antworten, indem sie die Informationen zum Stück lasen und länger zuhörten. Wieder andere werteten die Musik sofort und teilten lautstark ihr Urteil mit (positiv wie negativ). Auch körperliche Reaktionen waren zu sehen: Manche wiegten sich im Takt, andere verließen fluchtartig das Treppenhaus mit den Worten: „Das ist mir zu heftig!“

Zu hören waren z. B. Ausschnitte von Tschaikowskys Klavierkonzert b-Moll, Bruchs Violinkonzert, eine Messe von Palestrina, Mauricio Kagels Ragtime sowie aus dem Bereich Jazz George Duke mit It’s on.

Technisch wurde das Projekt durch den EF-Kurs von Frau Schmitz realisiert, dem an dieser Stelle herzlich dafür gedankt sei.

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