Europa – weit weg oder noch mitten im Alltag?
Für viele ist die EU mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden: Reisen ohne Grenzen, eine gemeinsame Währung und vor allem Frieden. Aber wie krisenfest ist dieser Zusammenhalt eigentlich, wenn die externen und internen politischen Spannungen zunehmen?
Darum ging es unter anderem in dem Austausch der Oberstufe mit dem Politiker Daniel Freund, Mitglied des Europäischen Parlaments (Bündnis 90/Die Grünen), am 11. September.
Die Veranstaltung wurde mit zwei vorbereiten Frageblöcken von der SV geleitet. Dabei ging es um zentrale Themen wie die internationalen Beziehungen zu den USA und Israel, die Sicherung von Frieden und gemeinsamen Werten in Europa sowie die Frage, ob und wie die EU die Künstliche Intelligenz in die Gesellschaft und Marktwirtschaft integriert. Neben den vorbereiteten Blöcken nutzten auch viele Schülerinnen und Schüler aus dem Publikum die Chance, direkte Fragen zu stellen.
Trotz der großen Themenvielfalt gab es einen gemeinsamen Kernaspekt in Freunds Antworten: Fortschritt funktioniert nur gemeinsam. Gerade in solch angespannten Zeiten sei es wichtig, dass man trotz verschiedener Meinungen, versucht sachlich wieder einander entgegenzukommen und Entscheidungen zu treffen, die einen als Gemeinschaft voranbringen.
Um das Thema der Gemeinschaft drehte es sich auch in der Abschlussfrage: Welche Möglichkeiten bietet die Europäische Union den Jugendlichen?
Der Europäischen Union ist es wichtig die internationale Gemeinschaft durch wirtschaftliche Zusammenarbeit und kulturellen Austausch zu stärken. Daher bietet die EU Programme, wie Erasmus+ oder das DiscoverEU-Interrail-Ticket, an. Außerdem ist es der EU wichtig, das politische Engagement der Jugendlichen anhand von Projekten, wie dem Europäischen Jugendparlament, zu fördern.
Was sich aus dieser Veranstaltung vor allem mitnehmen lässt, ist, dass wenn man die Europäische Union weitervoranbringen und erhalten möchte, eine Politik und eine Gesellschaft benötigt, in der man sich gegenseitig zuhört und trotz Differenzen bereit erklärt, sachlich gemeinsam Probleme zu lösen.
Oder wie es der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker einmal sagte: „Demokratie lebt nicht vom Nebeneinander, sondern vom Miteinander.“
Maite Hartung (Q1)

