Fächerübersicht

Katholische und Evangelische Religionslehre

In unserer oftmals unübersichtlichen Welt, beschäftigen jeden Menschen bestimmte Fragen: „Woher kommt die Welt?“ – „Was ist Sinn und Ziel meines Lebens?“ – „Was ist der richtige Weg zum Glück?“ – „Existiert Gott?“ – „Was ist gut und böse und warum?“ – …

Der Religionsunterricht bietet die Möglichkeit, sich auf die Suche nach Antworten auf diese Frage zu machen. Nicht umsonst wird das Fach Religionslehre auch manchmal das „kleine Fach mit den großen Fragen“ genannt. Die Fragen der Schülerinnen und Schüler sind für uns ein wichtiger Orientierungspunkt für die Gestaltung des Unterrichts.

Der Religionsunterricht weckt und reflektiert dabei die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen für das Handeln des Menschen in der Welt und gibt Antwortmöglichkeiten aus der Perspektive der Kirche. Er macht vertraut mit dem Glauben und seiner Botschaft und hilft, über Glaube und Religion verantwortlich nachzudenken. Somit richtet er sich nicht nur an „gläubige“ Schülerinnen und Schüler, sondern auch an zweifelnde, „nichtgläubige“ und suchende Schülerinnen und Schüler. Also an alle, die sich für grundsätzliche Fragen des menschlichen Lebens und der Religionen interessieren.

Der Religionsunterricht am Herder findet getrennt nach Konfessionen statt, so dass in allen Jahrgangsstufen entsprechende Kurse eingerichtet werden.

Informationen zum Religionsunterricht

Wenn Ihr Kind katholisch oder evangelisch getauft ist, dann haben Sie die Konfession bei der Anmeldung bereits angegeben. Damit wird Ihr Kind am christlichen Religionsunterricht seiner Konfession teilnehmen.

Für alle 5-ten Klassen gilt:

Sollte Ihr Kind nicht getauft sein, wird es im Fach Praktische Philosophie unterrichtet werden, es sei denn, dass Sie uns schriftlich Ihren Wunsch mitteilen, dass Ihr Kind am christlichen konfessionellen Religionsunterricht (ev oder rk) teilnehmen soll (Anmeldung bitte bis 1.06. bei der Schulleitung).

Alle drei Fächer sind versetzungsrelevant. Ein Wechsel von evangelischer zu katholischer Religion und umgekehrt ist in der Regel nicht möglich.

Sollten Sie aus Gewissensgründen entscheiden, trotz Religionszugehörigkeit ihr Kind nicht am christlichen konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen zu lassen, müssen Sie diese Abmeldung ebenfalls schriftlich bis zum 01.06. des jeweils auslaufenden Schuljahres bei der Schulleitung vorlegen. Ihr Kind wird in diesem Fall im Fach Praktische Philosophie unterrichtet.

Für alle anderen Klassen gilt:

Wenn ein Kind die Religionsmündigkeit erreicht hat (14 Jahre), kann es sich selbst schriftlich zum Ende eines Schulhalbjahres vom Religionsunterricht abmelden.

Alle An- bzw. Abmeldungen vom Religionsunterricht können aus organisatorischen Gründen nur zum neuen Schulhalbjahr berücksichtigt werden [BASS 12 – 52 Nr.32 (3)] und müssen bis zum 01.06. bzw. 15.01. des jeweiligen Schuljahres bei der Schulleitung schriftlich eingereicht werden. Diese Fristen sind einzuhalten, damit eine zuverlässige Unterrichtsplanung gewährleistet werden kann.

Wir möchten an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass Religion in der Oberstufe ein weitergeführtes Fach ist und auf die Kenntnisse aus der SI zurückgreift.

Katholische Religionslehre

Zielsetzung

Im Rahmen des Bildungsauftrags des Gymnasiums erschließt der Religionsunterricht die religiöse Dimension der Wirklichkeit und des Lebens und trägt zur religiösen Bildung der Schülerinnen und Schüler bei. Ziel des Unterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler zu einer persönlichen Entscheidung in Auseinandersetzung mit Religionen und Konfessionen, mit Weltanschauungen und Ideologien zu befähigen. Der Religionsunterricht fördert Toleranz und Verständnis gegenüber der Entscheidung anderer und motiviert zu einem verantwortlichen und religiösen Leben in Kirche und Gesellschaft. Kurz gesagt: er macht „religiös kompetent“. Als wertebildendes Fach hat er dabei stets die Frage nach Normen, Werten und einem verantwortlichen Handeln im Blick. Dabei wird der Unterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen und Lehren der katholischen Kirche erteilt. Vor diesem Hintergrund steht der Religionsunterricht laut Kernlehrplan vor den Aufgaben,

  • strukturiertes und lebensbedeutsames Grundwissen über die Heilige Schrift sowie den Glauben der beiden Kirche vermitteln,
  • reflektierte Begegnung mit Formen des gelebten Glaubens ermöglichen und
  • die religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit zu fördern (KLP Seite 11)

Diese für die Fächer kath. Religionslehre angestrebte religiöse Bildung wird durch die Vermittlung grundlegender Kompetenzen realisiert, die den Kompetenzbereichen Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz zugeordnet werden können.

Im Unterricht der Sekundarstufe I werden in kath. Religionslehre die folgenden Lehrwerke verwendet:

  • Leben gestalten 1. Unterrichtswerk für den Katholischen Religionsunterricht 5. und 6. Jahrgangsstufe. Stuttgart 2013.
  • Leben gestalten 2. Unterrichtswerk für den Katholischen Religionsunterricht 7. bis 9. Jahrgangsstufe. Stuttgart 2013.

Organisation

Stufe Lehrplan Wochen-
stunden
Anzahl an
Klausuren
Länge der
Klausuren
5 PDF 2
6 PDF 2
7 PDF 2
8 PDF 2
9 PDF 2
EF PDF 3 3 90 min
Q1 PDF 3 4 135 min
Q2 3 2-3 135 min
Vorabitur: gemäß Abiturvorgaben

Evangelische Religionslehre

Zielsetzung

Zielsetzung der Evangelischen Religionslehre ist die „Ehrfurcht vor Gott und Achtung vor der Würde des Menschen …“ nach evangelischem Verständnis.

Maßgeblich dabei sind das Bekenntnis zu Jesus Christus und ein authentischer Erfahrungsraum.

Der evangelische Religionsunterricht richtet sich nicht nur an Schülerinnen und Schüler evangelischer Konfession, sondern ist offen für alle!

Er bietet ein Verständnis für die eigene und andere religiöse Weltanschauungen und vermittelt zentrale christliche Werte. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit religiöse Erfahrungen zu erleben und Perspektiven für das persönliche Handeln auszuprobieren.

Konkret sind seine Aufgaben:

  • Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu eröffnen, die christliche Wahrnehmung des Menschen zu entdecken, zu entfalten und zu gestalten
    (z.B.: Bin ich nur das, was ich leiste?/ Wer oder was bestimmt meine Identität?)
  • die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler und die biblisch-christliche Tradition in Beziehung zu bringen sowie wechselseitig zu erschließen und zu vernetzen
    (z.B.: Haben biblische Texte auch heute eine Aussage?/ Können christliche Traditionen das Leben bereichern?)
  • den Schülerinnen und Schülern Orientierung auf der Suche nach einer eigenen Lebensausrichtung zu geben
    (z.B.: Was ist der Sinn des Lebens?/ Was ist wichtig für das Leben?)
  • Perspektiven für Verständigungsbereitschaft, Offenheit, Toleranz und Respekt zwischen Menschen verschiedener Konfessionen und Religionen zu eröffnen
    (z.B.: Glauben alle Religionen an den gleichen Gott?/ Wie kann der Dialog zwischen den Religionen funktionieren?)
  • auf der Grundlage evangelisch-christlicher Wertmaßstäbe Impulse für verantwortungsbewusstes ethisches Handeln zu geben
    (z.B.: Welche Möglichkeiten gibt es für eine gerechtere Welt?/ Wer ist mein Nächster und was hat er mit mir zu tun?)

Organisation

Stufe Lehrplan Wochen-
stunden
Anzahl an
Klausuren
Länge der
Klausuren
5 PDF 2
6 2
7 PDF 2
8 2
9 2
EF PDF 3 3 90 min
Q1 3 4 135 min
Q2 3 2-3 135 min
Vorabitur: gemäß Abiturvorgaben

Fachlehrerinnen und -lehrer