Fächerübersicht

Pädagogik/Erziehungswissenschaften

Das Fach Erziehungswissenschaft hat in der Schülerschaft einen großen Zuspruch, so dass stets mindestens ein Grundkurs (3 Wochenstunden) und ein Leistungskurs (5 Wochenstunden) (in der Regel auch ein zweiter Kurs in einer der beiden Kursarten) mit jeweils etwa 25 Schülerinnen und Schülern zustande kommen.

Es gibt vier KollegInnen, die das Fach vertreten, teilweise werden sie durch eine Lehramtsanwärterin / einen Lehramtsanwärter unterstützt. Im Einzugsbereich der Schule wohnen neben einer ausgesprochen bürgerlichen Klientel – siehe z.B. Dellbrück – auch viele Arbeiterfamilien, zu einem großen Teil mit Migrationshintergrund. Das Schulprogramm versucht vor allen Dingen die jungen Menschen entsprechend ihrer Begabungen und Interessen zu fördern sowie deren Kommunikationsfähigkeit zu schulen, um so den sehr unterschiedlichen familiären Bedingungen zu begegnen.

Die Fachschaft Erziehungswissenschaft hat in Anbetracht der skizzierten Rahmenbedingungen entschieden, die folgenden drei Schwerpunkte im Unterricht im Fach Erziehungswissenschaft zu setzen:

  1. eine zielgerichtete, kontinuierliche Vorbereitung auf ein mögliches Studium (vor allem unter methodischem und lernpsychologischem Aspekt),
  2. die Identitätsbildung in einer pluralistischen, durch Kulturvielfalt geprägten Gesellschaft und
  3. das Aufzeigen der mannigfaltigen Berufsmöglichkeiten im pädagogischen Aufgabenfeld.

Der vorliegende schulinterne Lehrplan geht von 40 Schulwochen je Schuljahr aus. Ein Viertel (also 10 Schulwochen) werden nicht berücksichtigt, da aus verschiedenen Gründen (Klausuren, Exkursionen, Krankheit etc.) es zu Unterrichtsausfällen kommen kann und den Kolleginnen und Kollegen darüber hinaus genügend Freiraum für eigene Schwerpunktsetzungen gegeben werden soll. Daraus ergibt sich, dass sich das schulinterne Curriculum auf ca. 90 Unterrichtsstunden pro Jahr im Grundkurs und auf 150 Unterrichtsstunden im Leistungskurs bezieht.

Das Herder Gymnasium hat 2012 das Lehrerraum-Prinzip eingeführt, so dass dem Fach Erziehungswissenschaft zwei „Fachräume“ zur Verfügung. In beiden Räumen befindet sich ein OHP. Daneben verfügt einer der Räume über einen PC mit angeschlossenem Beamer und eine kleine Bibliothek mit Fachliteratur und Nachschlagewerken. Das eingeführte Lehrbuch steht im Klassensatz zur Verfügung; darüber hinaus sind andere Lehrbücher in ausreichender Stückzahl in der Bibliothek verfügbar.

Organisation

Fachvorsitzender: Maria Hamdane

Stufe Lehrplan Wochen-
stunden
Anzahl an
Klausuren
Länge der
Klausuren
5
6  —
7  —
8  —
9  —
EF PDF 3 3 + Praktikum 90 min
Q1 PDF GK: 3
LK: 5
4 GK: 135 min
LK: 180 min
Q2 GK: 3
LK: 5
2 – 3 GK: 180 min
LK: 225 min
Vorabitur: gemäß Abiturvorgaben

Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit


In Absprache mit der Lehrerkonferenz sowie unter Berücksichtigung des Schulprogramms hat die Fachkonferenz Erziehungswissenschaft die folgenden fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätze beschlossen. In diesem Zusammenhang beziehen sich die Grundsätze 1 bis 14 auf fächerübergreifende Aspekte, die auch Gegenstand der Qualitätsanalyse sind, die Grundsätze 15 bis 22 sind fachspezifisch angelegt:

  1. Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse. Curriculum Pädagogik EF (August 2014) Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium
  2. Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schüler/innen.
  3. Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt.
  4. Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.
  5. Die Schüler/innen erreichen einen Lernzuwachs.
  6. Der Unterricht fördert eine aktive Teilnahme der Schüler/innen.
  7. Der Unterricht fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen sowie Schülern und bietet ihnen Möglichkeiten zu eigenen Lösungen.
  8. Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schüler/innen.
  9. Die Schüler/innen erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt.
  10. Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partner- bzw. Gruppenarbeit.
  11. Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Arbeit im Plenum.
  12. Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten.
  13. Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt.
  14. Es herrscht ein positives pädagogisches Klima im Unterricht.
  15. Der Unterricht geht von Fragen der Erziehungspraxis aus, analysiert diese mit geeigneten wissenschaftlichen Theorien und hinterfragt diese wiederum hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit zur Erklärung von Erziehungspraxis.
  16. Der Unterricht unterliegt der Wissenschaftsorientierung und der Wissenschaftspropädeutik und greift auch auf Erkenntnisse der Nachbarwissenschaften zurück.
  17. Der Unterricht knüpft an die Interessen und Erfahrungen der Adressaten an und macht deren subjektive Theorien bewusst, die in Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Theorien reflektiert werden.
  18. Der Unterricht bedient sich methodisch insbesondere der Analyse von Fällen.
  19. Der Unterricht ist gegenwarts- und zukunftsorientiert und gewinnt dadurch für die Schülerinnen und Schüler an Bedeutsamkeit.
  20. Der Unterricht ist handlungsorientiert und handlungspropädeutisch ausgerichtet; er bereitet auf verantwortliches pädagogisches Handeln vor.
  21. Der Unterricht gibt Gelegenheit, pädagogisches Handeln simulativ oder real zu erproben.
  22. Der Unterricht ermöglicht reale Begegnung mit Erziehungsprozessen sowohl im Unterricht (didaktischer Sonderfall) als auch an weiteren inner- oder außerschulischen Lernorten.

Lehrer/innen